Schnelle Runden drehn

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Daten zur Radrennbahn

Länge: 200 Meter
Baujahr: 1988
Material: Holz
Geschlossene Halle
Ganzjähriger Betrieb

Deutscher Rekord beim Augsburger Sprintercup

Hochklassiger Bahnradsport, spannende Sprintduelle und ein neuer deutscher Rekord: Beim Finale des Sprintercups 2026 verwandelte sich Radrennbahn Augsburg am Wochenende in einen Treffpunkt für die besten deutschen Nachwuchssprinter.
Für den sportlichen Höhepunkt sorgte Tim Niklas Brehme vom RSC Turbine Erfurt. Der noch der U17 angehörende Fahrer bewältigte die fliegenden 200 Meter in 10,412 Sekunden und stellte damit einen neuen deutschen Rekord in seiner Altersklasse auf. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 69 km/h. Brehme ließ in der Qualifikation sogar sämtliche U19-Fahrer hinter sich und gewann anschließend auch den Sprintwettbewerb der Junioren.

Prominente Unterstützung erhielt die Veranstaltung durch Weltmeisterin Emma Hinze. Die Schirmherrin der Nachwuchsrennserie war persönlich im Velodrom anwesend und erlebte die Duelle der jungen Athletinnen und Athleten unmittelbar mit. Für den Nachwuchs bot sich damit die besondere Gelegenheit, eine der erfolgreichsten deutschen Bahnradsportlerinnen persönlich zu treffen.
Auch der ausrichtende Verein war sportlich gut vertreten. Maximilian Huss von der RSG Augsburg überzeugte in der männlichen U17. Nach Rang sechs im Sprint steigerte er sich am zweiten Wettkampftag auf den fünften Platz im Keirin. Damit belegte der Augsburger Nachwuchsfahrer auch in der Gesamtwertung aus Sprint und Keirin einen starken fünften Rang.
Die Gesamtsiege des Augsburger Sprintercups gingen an Enie Böttcher vom SSV Gera in der weiblichen U17 und Ole Braun von der RG Radschläger Düsseldorf in der männlichen U17. Bei den Juniorinnen setzte sich Marie Louise Raake vom RSC Cottbus durch. Die Gesamtwertung der Junioren gewann Matyás Malina vom Dresdner SC, während Leonhard de Araújo Albrecht vom RSV Irschenberg die Elitewertung für sich entschied.

Für zusätzliche Spannung sorgte die Bayerische Meisterschaft im Madison, die im Rahmenprogramm ausgetragen wurde. In dieser besonders taktischen Disziplin wechseln sich jeweils zwei Fahrer eines Teams durch Anschieben beziehungsweise Ablösen ab und kämpfen bei regelmäßigen Wertungssprints um Punkte.
Den Gesamtsieg des klassenübergreifenden Madison-Rennens über 70 Runden holten Anton Malek vom RV Sturmvogel München und Elia Sedlak vom RSV Götting-Bruckmühl. Mit 40 Punkten dominierten sie sämtliche sieben Wertungssprints. Maximilian Huss trat gemeinsam mit Kilian Hubert vom RV Sturmvogel München an. Das Duo wurde Fünfter des Rennens und war damit das drittbeste U17-Team.

Mit den Wettbewerben in Sprint und Keirin bildete Augsburg zugleich den Abschluss der diesjährigen Bahnrad Nachwuchs Liga. Der schnellen Zeiten, die spannenden Rennen und die guten Leistungen des Augsburger Nachwuchses machten das Wochenende auch aus Sicht der RSG Augsburg zu einem besonderen Erfolg.

Impressionen vom Augsburger Sprintercup 2026

Bilder von Norbert Liesz – Weitere Aufnahmen unter Radbilder.de

Teilnehmerinfo Augsburger Sprintercup 2026

Gesamtwertung


Ergebnis Keirin

Zeitplan Sonntag


Ergebnis Tag 1 (Sprint) nach Altersklassen

Ergebnis Poolsprint

Ergebnis LVM Madison 2026

Ergebnis 200m Qualifikation

Startliste 200m

Zeitplan Samstag


Teilnehmerliste

Kitzbüheler Radmarathon 2026: Gelb-blau sticht heraus!

Von Friedberg nach Kitzbühel und auf das Kitzbüheler Horn

Für mich begann der Tag des Kitzbüheler Radmarathons am Sonntag, den 06.09.2026, um 2:45 Uhr nachts. Nach dem Aufstehen ging es per Auto nach Kitzbühel. Dort holte ich meine Startnummer ab, bevor um 6:30 Uhr der Startschuss fiel. Eingeteilt in Startblock 2 ging es durch das Zentrum von Kitzbühel auf die 210 Kilometer lange Strecke mit rund 4.000 Höhenmetern. Vor mir lagen 11,5 Stunden im Sattel und einige der schönsten Anstiege Tirols: der Pass Thurn, die legendäre Gerlosplatte, lange Auffahrten durch die Zillertaler Alpen sowie zahlreiche weitere Bergstraßen. Ständig wechselten sich schnelle Talpassagen mit anspruchsvollen Kletterpartien ab und boten Ausblicke auf die Tiroler Bergwelt. Bereits auf den ersten Kilometern fiel übrigens mein gelb-blaues Trikot der RSG Augsburg auf. Während viele Fahrer in dunklen Farben unterwegs waren, war unser Vereinsdress offenbar kaum zu übersehen. Mehrfach wurde ich unterwegs angesprochen: „Augsburg ist also auch vertreten!“ Unsere Vereinsfarben haben Wiedererkennungswert! Die Organisation der Veranstaltung war insgesamt gut. Super die Streckensicherung, zahlreiche Helfer und Polizei sorgen dafür, dass der Verkehr für jeden einzelnen Fahrer angehalten wird. Dadurch konnte man die Strecke durchrauschen und sich auf das Rennen konzentrieren. Gerade auf den schnellen Abfahrten und den Ortsdurchfahrten vermittelte das Sicherheit. Und dennoch: Ein Fahrer verlor in einer Kehre die Kontrolle und knallte in die Leitplanken – Rettungshubschrauber, Krankenwagen, das volle Programm. Also, safety first: Ich versuche immer hochgradig kontrolliert und nicht zu schnell zu fahren. Lieber Sekunden verlieren als Risiken eingehen. Etwas enttäuschend waren (wie im letzten Jahr) die Verpflegungsstationen. Das Angebot beschränkte sich auf trockenes Brot, Riegel, Red Bull, Cola und Wasser. Leider kein Kuchen. Ich hatte Tütchen mit Maltodextrin, Fructose, Dextrose und Elektrolyten für die Wasserflaschen mit. Ich habe darauf geachtet, bergauf nie mehr als eine volle Flasche zu haben, jedes zusätzliche Gramm muss ja den Berg hoch. Am Ende: das Kitzbüheler Horn. Der Schlussanstieg mit Steigungen > 20% ist hart, nach 9 Stunden im Sattel und 3,000 absolvierten Höhenmetern werden die letzten 1,000 hM zur Qual. Viele sind abgestiegen. Ich habe mir geschworen: Du steigst nicht ab. Oben angekommen hätte ich zwar noch Luft für weitere 100 Kilometer gehabt, aber die vordere Oberschenkelmuskulatur hat allmählich kapituliert. Oben angekommen fährt man mit der Gondel wieder runter, leider mit langer Wartezeit von ca. 1,5 Std. Mit einer Fahrzeit von rund 11,5 Stunden bin ich für meinen Geschmack viel zu langsam, andere Fahrer sind Stunden schneller. Also: ich muss mehr Intervalleinheiten fahren und das Kraft-Ausdauer-Training verbessern. Ziel: dauerhafte Leistung bei einem Marathon von aktuell 125 Watt auf 160 Watt steigern, dann bin ich nicht so lange unterwegs. Nächster Marathon: Sonntag, 20.09.2026, Schwarzwald Ultra Radmarathon (SURM).

Heinrich Böker, RSG Augsburg

Ausschreibung Bayerische Meisterschaft Madison 2026

 

Am 12. September findet die Bayerische Meisterschaft Madison im Rahmen des Augsburger Sprintercups statt. Bitte die Trainingszeiten gemäß Ausschreibung beachten!
Zeitplan und Teilnehmerinfos werden nach Meldeschluss veröffentlicht.

Link zur Ausschreibung

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